Katharina Speckmann lebt in Frankfurt am Main und arbeitet als Performerin, Autorin und Regisseurin in wechselnden Konstellationen in den Bereichen Performance/Zeitgenössisches Theater und Theater für junges Publikum. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität in Gießen unter der Leitung von Heiner Goebbels und schloss ihr Studium 2014 mit einem Master of Arts Angewandte Theaterwissenschaft mit Schwerpunkt Performative Praxis ab. Ihre Master-Abschlussinszenierung „Faces" hatte 2014 im Stadttheater Gießen Premiere. 


Sie leitet, zusammen mit Gesa Bering und Kim Willems, seit 2016 die Performancegruppe  M O N S T R A, welche Elemente aus Performance, Literatur, Musik- und Puppentheater zu humor- und phantasievollen Rätseln verbindet. In Zusammenarbeit mit wechselnden Partner*innen widmen sie sich einem anspruchsvollen Theater für ein junges Publikum, das auch Erwachsene im Blick behält. 


Zudem ist sie Ensemblemitglied des Performancekollektivs „Zaungäste“ unter der Leitung von Susanne Zaun und Marion Schneider, für die sie seit 2014 regelmäßig auf der Bühne steht. Hier ist sie Teil eines Frauenchores, der sich an den Organisationsstrukturen und Fallgruben des Chores abarbeitet sowie an den Stereotypen der Solo- und Durational Performance. Gemeinsam interessiert man sich für popkulturelle Artefakte, den Untergang des Patriarchats, affirmative Praktiken und die Irritation, die durch das Fremde im Vertrauten entsteht.


Weiterhin arbeitet und arbeitete sie als Performerin und Autorin in unterschiedlichen Konstellationen, u.a. für das feministische Performance - Kollektiv Swoosh Lieu, führt Regie im Bereich Kinder- und Jugendtheater, organisiert Veranstaltungen und Festivals, fotografiert Theateraufführungen, gibt Workshops für Kinder und Erwachsene,  baut Masken und vieles mehr. 


Von 2014 bis 2019 arbeitete sie mit einer halben Stelle bei der Hessischen Theaterakademie als Mitarbeiterin des Geschäftsführers Dr. Philipp Schulte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. In der hessischen Theaterakademie haben sich alle an der Theaterausbildung in Hessen beteiligten Hochschulen mit den Stadt- und Staatstheatern aus der Region zu einem Studien- und Produktionsverbund zusammengeschlossen. 


2019 bis 2020  leitete sie ein Jahr lang, zusammen mit Ines Wuttke, das FLUX Netzwerk Theater und Schule. FLUX fördert künstlerische Projekte von professionellen Tanz- und Theaterkünstler*innen mit Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum Hessens und bietet ein kuratiertes Gastspielprogramm für Schulen sowie theaterpädagogische Workshops und mehrmonatige Theaterresidenzen im ländlichen Raum. Zudem organisiert FLUX Vernetzungstreffen zwischen Tanz- und Theaterkünstler*innen, Schulen und Gemeinden. 


Seit Juli 2020 macht sie eine Ausbildung zum zertifizierten Systemischen Business Coach an der HR Akademie in München.

Foto: Maria Obermeier