M O N S T R A 

Stimmt das? - Ein Experiment

Performance  Kinder ab 6 Jahren und alle anderen


Premiere 27.09.2020 Theaterhaus Frankfurt

‘Ich sehe was, was du nicht siehst...’ war gestern! Heute spielen wir: Stimmt das?

M O N S T R A zeigen ein Experiment, dass es ohne ihr Publikum, ohne Euch, nicht gegeben hätte: Zu Beginn standen Geschenke, die MONSTRA von Kindern bekommen haben, um daraus eine Theaterszene zu machen. Diese erste Szene haben sie Kindern gezeigt und sie gefragt: Was habt ihr gesehen? Ausgehend von ihren Beschreibungen und Phantasien wurde ein Theaterstück erfunden.

So brachten ganz viele Kinder Ideen zu Kostümen und Bühnenbild mit ein, malten Bilder und phantasierten zu Licht und Musik und langsam aber sicher entstand ein Theaterstück, das M O N S T R A sich alleine niemals hätten ausdenken können.

Jenseits von richtig erkannt und falsch verstanden geht es in Stimmt das? um den lustvollen Umgang mit verschiedenen Perspektiven und darum, was passiert wenn diese Wirklichkeit werden. Eine Liebeserklärung an das Theaterschauen, an das Erfinden, das Interpretieren und das gemeinsame Rätseln. Und ein Stück über den Mut, seinen eigenen Augen zu trauen.

 Fotocredits: Lelo T. & Maria Obermeier

Von und mit M O N S T R A (Katharina Speckmann, Gesa Bering, Kim Willems) | Bühne & Kostüme: Mari-Liis Tigasson| Dramaturgie: Verena Billinger| Musik: Figen Aksoy | Medien und Vermittlung: Maria Obermeier | Lichtgestaltung: Camilla Vetters | Projektassistenz: Eva Streit | Dauer: ca 70 min. | alle ab 6 Jahren | Eine Kooperation von M O N S T R A mit dem TheaterGrueneSosse, veranstaltet durch das Theaterhaus Frankfurt | gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, den Fonds Darstellende Künste und die Stadt Eschborn. |


Weitere Infos unter www.monstra-monstra.de

M O N S T R A 

Monstra in Love 

Ein phantasievoller Versuch, 

das Theater zu lieben und die Liebe zu wagen 

ab 10 Jahren


Premiere 17.11.2019 Theaterhaus Frankfurt

„Liebes Publikum,

glaubst du an die Liebe auf den ersten Blick oder soll ich nochmal reinkommen? So. Ich mache romantische Musik an und dann komm ich noch mal rein. Und du guckst mich dann nochmal genauso an, wie du das eben gemacht hast, ja?“


„M O N S T R A in L O V E“ ist eine atmosphärische und feinfühlige Arbeit über das Verlieben. Ein Stück über Geheimnisse, Verborgenes und Ersehntes. Ein Stück über Angst und Scham, über Bauchkribbeln und Glück. Ein Stück das Mut macht, zu sich selbst zu stehen, Diversität zu feiern und Gefühle zuzulassen.

Fotos: Maria Obermeier

Von und mit M O N S T R A (Katharina Speckmann, Gesa Bering, Kim Willems) | Bühne, Ausstattung: Ines Wuttke | Produktionsleitung: Martin Bien | Projekt-Assistenz: Maria Obermeier | Lichtdesign: Camilla Vetters | Foto: Maria Obermeier | Dauer: 70min | geeignet für alle ab 10 Jahren, für 5. bis 7. Klassen

Eine Kooperation von M O N S T R A mit dem TheaterGrueneSosse, veranstaltet durch das Theaterhaus Frankfurt. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Zaungäste


Diesmal machen wir alle alles allein. Ein Chor vereinsamt. 6,6 Solistische Skizzen über das Sich-Bekanntmachen undVermissen


Premiere 13. 12. 2019 Mousonturm Frankfurt

Es braucht lediglich 6,6 Ecken, über die jeder Mensch mit jedem beliebigen anderen auf der Welt in Kontakt treten kann. Dieses „Kleine-Welt-Phänomen“, das ursprünglich aus der Sozialforschung der 1960er Jahre stammt, machen Susanne Zaun und Marion Schneider zu Arbeitsgrundlage und Ausgangspunkt für die Entwicklung von sechs unterschiedlichen Soli mit Performerinnen, die gewöhnlich gemeinsam als Chor auf der Bühne stehen. Die sechs Soli sind skizzierte Versuchsanordnungen, in deren Mittelpunkt das Thema Einsamkeit steht. Die Soli sind Episoden einer Serie. Jede dieser Episoden steht ästhetisch für sich, doch kommt es – wie bei jeder guten Serie – besonders auf die internen Verweisstrukturen an, die die Solistinnen miteinander in Beziehung setzen und bereits Gesehenes in einem anderem Licht erscheinen lassen.

Konzept, Regie: Susanne Zaun, Marion Schneider |Performance: Judith Altmeyer, Ekaterine Giorgadze, Asja Mahgoub, Katharina Runte, Katharina Speckmann, Isabelle Zinsmaier | Künstlerische Assistenz, Ausstattung, technische Einrichtung: Maren Küpper | Produktionsleitung: Martin Bien

Eine Mouson-Koproduktion. Die Zaungäste werden unterstützt durch die Mehrjahresförderung der Stadt Frankfurt am Main. „Diesmal machen wir alle alles allein“ wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Pressestimmen: https://zeitung.faz.net

Zaungäste


Es ist doch eine schöne Sache, über Kanzlerkandidaten zu reden und dabei Blutwurst zu essen


Premiere  2.2.2019 Landestheater Marburg

Eine Körpertauschkomödie, die dasVerhältnis von Macht und Körper untersucht: Ein Chor gerät in den Körper Helmut Kohls und verläuft sich.

Ob bei Angela Merkel, Madonna oder der Queen – zweifellos sind Machtstrategien und die Repräsentation von Körpern eng miteinander verbunden. Und nicht nur wie wir unsere Körper zeigen, sondern auch wie wir über sie sprechen, bestimmt die Sphäre der Macht. Wie also setzen auch demokratisch legitimierte Herrscher ihren Körper ein, um Macht auszuüben? Kommt es am Ende doch einfach auf die Größe an, wenn es darum geht, Glaubwürdigkeit zu performen und Stimmen zu gewinnen? Susanne Zaun und Marion Schneider gehen diesen Fragen nach. In ihrem neuen Stück lassen sie einen unerschrockenen Frauenchor den Körper mit einer historischen Persönlichkeit tauschen, die passender nicht sein könnte, wenn es um Fragen des Verhältnisses von Macht und Körper geht: Helmut Kohl.

Fotos: Jana Mila Lippitz

Konzept, Regie: Susanne Zaun, Marion Schneider |Performance: Judith Altmeyer, Asja Mahgoub, Katharina Runte, Katharina Speckmann, Isabelle Zinsmaier |Choreografie: Ekaterine Giorgadze | Bühne: Friederike Schmidt-Colinet | Kostüme: Mari-Liis Tigasson |Dramaturgische Mitarbeit: Philipp Schulte | Video: Janna Pinsker | Regieassistenz: Twyla Zuschneid | Produktionsassistenz: Anna Dieren | Produktionsleitung: Christiane Holtschulte

Eine Produktion der Zaungäste GbR in Koproduktion mit dem Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt und dem Hessischen Landestheater Marburg. Ein Werkauftrag im Rahmen der Frankfurter Positionen 2019, eine Initiative der BHF-Bank Stiftung. Die Zaungäste GbR wird gefördert durch die Mehrjahresförderung der Stadt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. |Link zur Nachtkritik

M O N S T R A 

Alice sagt, Senf ist ein Vogel 


Premiere 27.09.2020 Theaterhaus Frankfurt

Frei nach Motiven aus „Alice im Wunderland“

für Menschen ab 4 Jahren


Eine Tomate ist keine Tomate. Essen kann mehr als nur den Hunger stillen. Essen kann mit allen Sinnen erfahren werden und den Bezug zu uns und unserem Umfeld beeinflussen. Genau das erfährt Alice, als eine Handvoll Gummibärchen sie in die Fremde schickt. Ganz nach der Logik des Wunderlands wird ihr dort trotz Heimweh eines schnell klar: „Egal was ich esse, irgendetwas Interessantes passiert bestimmt!“

Entlang der zauberhaften Motive des Essbaren aus der Erzählung von Lewis Carroll entsteht eine phantasievolle Performance über Essen und Körper, den Umgang mit dem Fremden und das zu Hause in der Banane, kurz: zusammen mit dem Publikum eine appetitliche Reise!

 Fotos: David Rittershaus

Spiel: Gesa Bering und Katharina Speckmann | Ko-Regie: Kim Willems | Bühne, Kostüm, Grafik: Ajda Tomazin | Dramaturgie:Arnita Jaunsubrēna | Musik: Figen Aksoy und David Rittershaus | Mitarbeit: Christiane Holtschulte | Künstlerische Leitung: Katharina Speckmann |Eine Kooperation von M O N S T R A mit dem TheaterGrueneSosse und dem Theater Töfte, veranstaltet vom Theaterhaus Frankfurt | gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt a. Main, den Fonds Darstellende Künste e. V. und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Swoosh Lieu 

Who reclaims!? 

ein collagierter Streifzug durch die Raumfrage


Premiere 27.09.2018 Mousonturm Frankfurt

Nach ihren Projekten zu Care-Arbeit und Migration stellen Swoosh Lieu zum Abschluss der Trilogie „What is the plural of crisis – ein Krisenbericht in verteilten Rollen“ die Raumfrage: Wie leben Frauen* in der Stadt? Wie bewegen sie sich in der Stadt? Welche Räume gestalten sie und welche Rollen gibt der Stadtraum vor? Welche Forderungen stellen sie? Swoosh Lieu laden ein zu einem Streifzug auf feministischen Trampelpfaden, entlang der Realität und mit Abzweigungen in die Imagination, durch erkämpfte und utopische Orte und auf der Suche nach Bewegungs- und Versammlungsräumen. Sie holen das Theater in die Stadt, erobern mit dessen Mitteln und Techniken den Raum zurück, fragen nach der Position von Akteurinnen* und Zuschauerinnen*, nach der Macht der Narrative, die den Raum gestalten – und versuchen sich an der Vorstellung einer feministischen Stadt der Zukunft.

Johanna Castell: Konzept / Licht |Katharina Pelosi: Konzept / Sound |Rosa Wernecke: Konzept / Video | Katharina Speckmann: Text | Stawrula Panagiotaki: Outside Eye |Eva Kuschinski, Conny Petzold: Fachliche Beratung | Milena Wichert: Technische Koordination | Greta Granderath: Produktionsleitung | Verena Katz: Assistenz | Eine Produktion von Swoosh Lieu in Koproduktion mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm. Gefördert durch das Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main, den Fonds Darstellende Künste und der Rudolf Augstein Stiftung. Swoosh Lieu wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main.

Sahar Rezaei

NO HERO LAND


Premiere 13.4.2019 StudioNAXOS Frankfurt am Main

Das Schiff fährt, das Schiff fährt weiter. Ich habe eine Stimme gehört, sie hat mich gerufen. Wo bin ich? Was mache ich?

Das Meer verspricht eine Überschreitung der Gesetzmäßigkeiten an Land, hier beginnt das Reich der zahllosen, gestaltlosen Möglichkeiten. Das Wasser der Ozeane beschwört zugleich Segen und Tod, Erfüllung und Enttäuschung. Auch aktuell ist das Meer vage und fremd. Das Fremde zieht den Menschen an, egal, ob es ihn reizt, verführt, oder beängstigt. Vom Meer her ruft eine Stimme nach einer anderen, einer besseren Welt – einer Welt, in der Umwertungen, Umkehrungen und Umdenken möglich ist. Utopien wurden immer als eine Insel im Herzen der Meere bezeichnet. Eine Insel, die sich aus dem Meer erhebt, während man hinfährt.

No hero land ist ein Versuch, wieder über unsere Beziehung zu Utopien nachzudenken, über unsere Beziehung zum Wasser, zum Meer. Wo sind wir? Was machen wir?

Regie: Sahar Rezaei | Musik: Jan Burian | Dramaturgie: Mir Saeed Rezaei | Kostüme: Mareike Wehrmann | Mit: Julia Pitsch, Eike Hackmann, Katharina Speckmann und Alina Hupperz | Eine Kooperation von studioNAXOS in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Regie der HFMDK Frankfurt unter der Leitung von Prof. Hans-Ullrich Becker und der Hessischen Theaterakademie

M O N S T R A 

Monstermorphosen 

Performance  Kinder ab 8 Jahren und alle anderen


Premiere 17.11.2018 Theaterhaus Frankfurt

m Theater haben sich Schatten eingenistet und bevölkern die Ränder der Bühne. Dort treiben sie ihren Schabernack hinter dem Vorhang, der ihnen schon seit Langem nicht mehr ganz geheuer ist und machen sichtbar, was sonst im Dunkeln bleibt. Ungeheuerlich sitzt im Finstern des Zuschauerraums ein hundertäugiges Wesen, das erwartungsvoll schaut. Was passiert, wenn das Monster Theater neugierig zurück glotzt? Darf man es streicheln? Beherrscht es einen Trick? Wer sind hier die Schatten, wer im Licht? Die Monstermorphosen laden ein zu einem kuriosen Theaterkabinett, in dem man sich fragen darf, warum auch Scheinwerfer schöne Haare haben, die man allerdings nur im Dunkeln sieht.

Ein spielerisches Nachdenken über das Theater als etwas Monströses, über Zuschauerpositionen, Sehkonventionen und die Begegnung mit dem Monster „Publikum“.

Performance von M O N S T R A: Gesa Bering, Katharina Speckmann, Kim Willems | Bühne, Kostüm: Mari-Liis Tigasson | Dramaturgie, Theaterpädagogik: Sonja Risse | Musik: Figen Aksoy | Lichtdesign: Milena Wichert | Mitarbeit: Christiane Holtschulte |

Eine Kooperation von M O N S T R A mit dem TheaterGrueneSosse und dem Theater Töfte, veranstaltet durch das Theaterhaus Frankfurt | gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt a. Main, den Fonds Darstellende Künste e. V. und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Konzeptionsrecherchen im Rahmen des „next generation workspace“ Starke Stücke Festival.

H Ö R S P I E L

Von Swoosh Lieu und Katharina Speckmann 

Who Cares?! – Eine vielstimmige Personalversammlung der Sorgetragenden


Ursendung 7. März 2018 NDR Kultur

Es sind vor allem Frauen*, die Sorge tragen; die pflegen, erziehen, putzen, kochen, haushalten, beruhigen, vermitteln, zuhören, ermahnen und Schlaflieder singen. Who Cares?! – die Altenpflegerin, die alleinerziehende Mutter, die Kindergärtnerin, die Krankenpflegerin. Frauen, die pflegen, erziehen, putzen, kochen und haushalten klingen unterschiedlich, ihre Stimmen sind besondere Stimmen. Die Materialität der Stimme und ihre Modulation ist vielfältig einsetzbar, sie unterliegt einer Funktion und bringt Geschlecht hervor. In bestimmten Situationen ist sie gar als Maske einsetzbar.

Bewusst oder unbewusst, gern oder ungern, nehmen die Stimmen durch Timbre, Attitüde, Modulation, Tonfall, Höhe, Sprechtempo und Wortwahl oft sogenannte weibliche* Rollenmuster an. Besonders im Bereich der Pflege- und Sorgearbeit sind Frauen* nicht selten mit sexistischen Stereotypen und Erwartungen konfrontiert. „Who Cares?!“ hört genau hin, hört hinter die (Stimm-)Masken und lauscht auf die dadurch sichtbar werdenden Frauenbilder, die uns soziale Identität verleihen.

„Who Cares?!“ ist eine Hommage an das Zuhören und ein feministischer Zugriff auf die Frage, wie die Stimme und die Art, wie gesprochen wird, mit gesellschaftlichen Anforderungen und Kategorisierungen zusammenhängen.

Zaungäste


It's not over until the fat lady sings oder Der Chor im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit


Premiere 17.12.2017 Mousonturm Frankfurt

Was macht Dir mehr Angst? Die Vorstellung, dass Du in Deinem eigenen Kopf gefangen bist oder in dem Kopf von jemand anderem?

There is no choir. This is all a tape recording. It’s all recorded. It’s all a tape. It’s an illusion. IT’S NOT OVER UNTIL THE FAT LADY SINGS.

Konzept/Text/Inszenierung: Marion Schneider und Susanne Zaun |Sounddesign: Bernhard la Dous |Raum: Till Korfhage |Assistenz: Maren Küpper |mit: Judith Altmeyer, Ekaterine Giorgadze, Till Korfhage, Maren Küpper, Banu Öztürk, Katharina Runte, Katharina Speckmann, Inge Zaun, Isabelle Zinsmaier

„It’s not over until the fat lady sings“ wird gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und von der Rudolf Augstein Stiftung.

Care-ArbeiterinnenTanja Kämper, Laurette Rasch, Camilla Vetters, Billie Wernecke|  Sprecherinnen Claudia Urbschat-Mingues, Daniela Hoffmann, Franziska Kleinert, Birte Schnöink, Susanne Daubner | KompositionKatharina Pelosi | Technische RealisationManuel Glowczewski, Sebastian Ohm |Regieassistenz Eva Solloch | Regie und TextKatharina Pelosi, Katharina Speckmann, Rosa Wernecke |Dramaturgie und Redaktion Michael Becker

Weitere Sorgetragende: Bini Adamzcak, Simone Dede Ayivi, Franziska Haug, Linda Kagerbauer, Anna Kellermann, Esther Schietinger, Konstanze Schmitt, Fraencis Funk, Narjes Gharsallaoui, Ida Kellermann, Anika Pichler, Nadia Quani, Emel Schattner, Johanna Castell, Verena Katz, Anika Marquart Stawrula Panagiotaki, Friederike Schmidt-Collinet, Bernhard Siebert und Lani Tran Duc


Eine Produktion des Norddeutschen Rundfunks in Kooperation mit dem Deutschlandradio 2018

Fotos: Jana Mila Lippitz

Swoosh Lieu


Who Cares!? Eine Vielstimmige Personalversammlung der Sorgetragenden


Premiere 13.9.2018 Mousonturm Frankfurt

Ihr nennt es Liebe, wir nennen es unbezahlte Arbeit! – Wer pflegt, versorgt, erzieht, putzt, kocht, haushaltet, hört zu und unterhält? Sorge-Arbeit, Care-Arbeit oder Reproduktionsarbeit – für welchen Lohn und welche Anerkennung?

Es sind vor allem Frauen, die Sorge tragen und sich dabei nicht selten mit sexistischen Stereotypen und Erwartungen konfrontiert sehen, während ihre eigentliche Arbeit unsichtbar bleibt.

Ihre Stimmen lässt Swoosh Lieu in ihrer neuen Bühnenarbeit „Who Cares?!“ im Raum des Theaters erklingen und befragt diesen Apparat auf seine Mittel und Geschichte(n), untersucht seine Mechanismen der Reproduktion von Bildern und Rollen und Möglichkeiten der Dekonstruktion.

Dabei pflegen Swoosh Lieu ihre Liebe zum Theater, warten seine Bestandteile und laden ein zur (feministischen) Personalversammlung der Sorgetragenden.

Johanna Castell Konzept, Performance, Bühne, Licht | Katharina PelosiKonzept, Performance, Sound | Rosa WerneckeKonzept, Performance, Video, Licht | Katharina SpeckmannPerformance, Text | Lani Tran Duc Bühne, Kostüm, Performance | Anika MarquardtBühne, Kostüm | Stawrula Panagiotaki Dramaturgie |Friederike Schmidt-Colinet Bühnenbild Assistenz | Bernhard Siebert Produktionsleitung | Verena Katz Hospitanz |David Rittershaus Dokumentation Fotos | Ursula Schmidt Dokumentation Kamera

Eine Produktion von Swoosh Lieu in Koproduktion mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm. Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main, Rudolf Augstein Stiftung, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stiftung Citoyen. Mit freundlicher Unterstützung von Kampnagel, Hamburg.

Zaungäste


Dieser Witz trägt einen Bart - Der Chor und seine Beziehung zum Unbewussten


Premiere 14.4.2016 Mousonturm Frankfurt

„Wenn Frauen Witze erzählen, ist das wie wenn ein Hund auf zwei Beinen geht: Es funktioniert nicht gut, aber man ist immer wieder überrascht.“ Wer erfolgreich Witze erzählt, bestimmt, worüber gelacht wird, was lächerlich ist und wer ausgeschlossen bleibt. Keine Frage: Beim Witz dominiert die männliche Perspektive auf die Welt. So nicht, denkt sich die chorisch-choreografische Task Force von Susanne Zaun und Marion Schneider und begibt sich in die Untiefen des Frohsinns und Humors, um die Machtmechanismen des Witzeerzählens subversiv auseinanderzunehmen. Mit seinen chorischen Inszenierungen hat das Regie-Duo bereits zahlreiche gefeierte Produktionen am Mousonturm entwickelt und führt im neuen Projekt nun erstmals mit Mamoru Iriguchi (Bühne & Kostüm) sowie Ekaterine Giorgadze und Jason Jacobs (Choreografie) internationale und Frankfurter Kompliz*innen zusammen.

Fotos: Jana Mila Lippitz

Mousonturm-Koproduktion * Regie: Susanne Zaun und Marion Schneider * Dramaturgische Mitarbeit: Philipp Schulte, * Bühne und Kostüm: Mamoru Iriguchi * Licht: Hendrik Borowski * Choreografie: Ekaterine Giorgadze und Jason Jacobs * Assistenz: Sonja Risse * Performance: Judith Altmeyer, Ekaterine Giorgadze, Katharina Runte, Katharina Speckmann und Isabelle Zinsmaier *

Das Projekt wurde ausgezeichnet im Rahmen der Crowdfunding-Initiative „kulturMut“ der Aventis Foundation * Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Frankfurt, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Naspa-Stiftung und der Gerda-Weiler-Stiftung E.V.

„Dieser Witz trägt einen Bart“ feierte im April 2016 Premiere am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt. In der „Theater heute“- Kritiker*innen-Umfrage der Spielzeit 15/16 erhielt es eine Nominierung in der Kategorie „Bestes deutschsprachiges Stück“.

Lost On The Highest Peak


MA-Abschlussarbeit von David Rittershaus in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm und dem studioNAXOS


Premiere 29.10.2016 StudioNAXOS

In den Klanglandschaften von David Rittershaus gerät die Natur in Bewegung, sie fließt, bröckelt, rauscht, weht oder brennt - zumindest akustisch. Denn nahezu alles, was wir hören, bleibt unsichtbar. Ob und wie sich klanglich etwas bewegt, hängt dabei von den Besuchern ab. Schaukeln hängen einladend in den Weiten der Naxoshalle und das schwungvolle Treiben wird auf die Klänge übertragen. In gemeinsamer Bewegung öffnet sich der Raum für ein mythisches Fest und für die Erinnerung an eine irrende Suche nach einem verlorenen Grund.

Grafik: Ajda Tomazin

Raum, Sounddesign: David Rittershaus, Katharina Speckmann | Produktionsleitung: Philipp Krüger | Musik: Figen Aksoy | Licht: Hendrik Borowski | In Kooperation mit studioNAXOS - Junge Künstler*innen in der Naxoshalle, dem Künstlerhaus Mousonturm und der Hessischen Theaterakademie (HTA). Gefördert vom ZMI (Zentrum für Medien und Interaktivität) Gießen.

M O N S T R A 

Wo ist hier vorne? 


Try Out Aufführung 5.3.2017 Mousonturm Frankfurt

MONSTER – wo ist hier vorne? inszeniert eine grundlegende Theatersituation: die des Zuschauens und des Angeschautwerdens, die einen sind im Dunkeln, die anderen im Licht. Dieses Prinzip wird nun gehörig durcheinander gebracht. Das Publikum sitzt und schaut, von der Bühne schaut es zurück.

Aus einer Beobachtung entwickelt sich eine langsame Annäherung, ein Kennenlernen, eine Dressur, bis das Monster Publikum gezähmt worden ist…


Ein Nachdenken über Zuschauerpositionen, Sehkonventionen und das Monströse des Theaters.

 Foto: Kathrin Schander

Try Out von Gesa Bering und Katharina Speckmann im Rahmen des Next Generation Workspace 2016/2017 beim Festival Starke Stücke im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt.

Zaungäste


Mit den Beinen im Bauch. Eine Nabelschau


Premiere 12.3.2015 Mousonturm Frankfurt

Wer ist weiter und warum? Wer gehört nicht dazu und wen stört’s? Susanne Zaun und Marion Schneider setzen sich in ihrer neuesten Produktion „Mit den Beinen im Bauch. Eine Nabelschau“ mit gesellschaftlichen Normierungsprozessen auseinander, mit Fragen des Einbeziehens und des Ausschließens. Textgrundlage für diese Arbeit sind O-Töne eines Modellcastings, eigene Kommentare und Erfahrungen. Dieses Material verdichten Zaun/Schneider zu einer Sprechtirade für einen Frauenchor mit mindestens sieben Bauchnabel: alles, was gesagt wird, wurde gesagt.


„Man sagt ja auch, dass im Fernsehen alle immer älter, dicker und größer aussehen als im echten Leben, und da frage ich mich, ob wir auf der Bühne vielleicht alle jünger, dünner und kleiner aussehen, als wir in Wirklichkeit sind, und ob man schon alleine deshalb eher ältere, dickere und größere Frauen auf die Bühne stellen müsste, damit nicht alle immer so verdammt klein aussehen und man dann gar nicht mehr wegkommt von dem Gedanken, dass das ja alles so kleine Frauen sind. So kleine Mädchen. So kleine Mäuse. So kleine Mädchen eben.“

Konzept, Text und Inszenierung: Marion Schneider, Susanne Zaun * mit: Judith Altmeyer, Isabell Dachsteiner, Banu Öztürk, Katharina Runte, Anna Schewelew, Katharina Speckmann, Isabelle Zinsmaier, Christoph Bovermann * Bühne und Kostüm: Lisa Däßler * Licht: Camilla Vetters * Dramaturgische Mitarbeit: Philipp Schulte * Produktionsassistenz: Alessia Neumann * Hospitanz: Lea Liller

Koproduktion mit dem Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt

Theater Töfte


Faust. Eine Verdichtung 


Premiere 27.09.2020 Theaterhaus Frankfurt

Faust geht mit dem Teufel einen Pakt ein, der ihn zu einer ruhelosen Suche nach dem uneinholbar zukünftigen Glück verpflichtet. Ohne Rücksicht auf Verluste stürzt er sich in den Rausch der Zeit und findet zunehmend Gefallen an seinem neuen Lebenslauf. Charmant und gewitzt, Mephisto an seiner Seite, wickelt er jeden um den Finger. Auch Gretchen verliebt sich in ihn und wird zum Opfer seiner rastlosen Suche nach dem schönsten Augenblick. Nur sie erkennt, dass der Teufel bereits ein Teil von Faust geworden ist. Oder ist es umgekehrt? Faust ist voller Liebe zu Gretchen, doch ein Pakt mit dem Teufel hat Folgen…Der Geheimrat Johann Wolfgang Goethe dichtete im Jahre 1808 an der Zahl 12.111 gewaltige und vielzitierte Verse um zu erkunden, “…was die Welt im Innersten zusammenhält“ und was der Wert des Lebens ist. Auch heute, mehr als 200 Jahre später, lohnt sich ein frischer Blick auf Goethes Text. In der heutigen Zeit der Geschwindigkeit, des Konsums, der Medien und der Ökonomie, fragen wir uns:

Wie weit gehen wir für unsere Ziele und welche Opfer nehmen wir dafür in Kauf? Welchen Pakt gehen wir heute mit dem Teufel ein, um uns selbst zu verwirklichen?

Wollen wir, wie Faust, um jeden Preis nach Höherem streben, immer weiter, immer schneller, immer mehr, - vor allem immer mehr „Ich“? In seiner eigenen Interpretation des „Faust“ spürt das Theater Töfte Fragen nach Wahrheit, Verantwortung, Freiheit und Liebe nach und sucht die Grenzen von Gut und Böse in der Geschichte, die nicht immer leicht zu erkennen sind.

Dabei soll es lustvoll zugehen, frei nach Goethe: “die Pfosten sind, die Bretter aufgeschlagen, und Jedermann erwartet sich ein Fest.“

 Foto: Katharina Speckmann

Eine Produktion des Theater Töfte Halle (Westf.) | Regie: Katharina Speckmann | Kostüme: Maud Schröerlücke | Figuren: Matthias Hänsel